Samstag, 15. September 2007

Durban und Lesotho

Also nachdem wir gestern das Oktoberfest überstanden haben und den Nachmittag damit verbringen unsere Wunden zu lecken, habe ich mich dazu entschlossen, die Berichte der letzten Wochen zu komplettieren.

Vor zwei Wochen waren wir, wie schon kurz berichtet, in Durban und in Lesotho auf dem Sani Pass. Am Freitag Nachmittag ging es los. Zwei Autos mit Andi, Carsten und dessen Bruder und Maria mit Matze und Michael schon gegen Mittag und ich bin dann mit Paul und Martin gegen drei gestartet. Wir hatte auch ganz gut aufgeholt und uns schließlich entschlossen eine "Abkürzung zu nehmen, die sich aber schliesslich als entlose Schotterpiste entpuppte. Konsequenz: umdrehen und sich das verdiente Gelächter abholen. Übernachtet wurde in der Sani Backpacker Lodge auf ca.1500m Höhe.

Am nächsten Morgen ging es dann auf eine geführte Tour zum Sani Pass auf ca. 3000m. Wenn ich nicht meinen Pass vergessen hätte, könnte ich Euch davon jetzt auch mehr berichten. Aber mir blieb dann leider nur ein 6-stündiger Hike und was die anderen anschließend berichteten. Der Hike war allerdings nicht von schlechten Eltern. Völlig allein 3 Stunden vor und hinter dir, umzingelt von wild gewordenen Chacma Baboon. Da wird einem dann doch etwas unheimlich. Aber wie ihr seht bin ich aus der Nummer noch wieder heil rausgekommen. Später durfte ich mir dann berichte von bekifften Bergbewohnern und Ziegenhirten anhören. Vielleicht ergibt sich ja nochmal die Gelegenheit, den Pass doch noch zu sehen. Auf jeden Fall hätte es noch zwei extra Stempel in meinem bereits gut gefüllten Reisepass gegebn, da Lesotho ein eigenständiger Staat mitten in Deutschland ist. 'n bisschen so wie Bayern, nur dass man für Bayern keinen Reisepass brauch. (Vorsicht Scherz!)

Am späten Nachmittag ging es dann weiter nach Durban. Diesmal alle drei BMWs vereint.
Auf dem Weg nach Durban wurde ich dann dummerweise noch geblitzt, obwohl die Kollegen mich eigentlich mehrfach vorgewarnt hatten. Aber das sollte auch nicht der letzt ungewollte Kontakt mit der staatlichen Exekutive an diesem Wochenende gewesen sein! Auf dem Weg nach Durban organisierte Maria uns dann noch spontan eine Unterkunft, was sich als absoluter Glücksgriff herausstellte. Ihr ehemaliger Mitbewohner aus München lebt schon seid Kindesbeinen an mit seiner Family hier in Südafrika. Als wir schließlich durch die doch deutlich gehobene Wohnsiedlung fahren, staunen wir nicht schlecht, als wir vor einem Haus stehen, dass sich in Deutschland mit Sicherheit nicht jeder leisten kann. Vorher sind wir noch irrtümlicherweise an genau dem Haus vorbeigefahren und machten schon Scherze: "Guck mal das Haus da! Wahrscheinlich wohnt der HIER, oder was? Hahaha...Das wär ja zu krass!" Mit Blick vom Balkon direkt aufs Meer. Einfach nur Wahnsinn! Und im Hinterhof war dann mal eben Platz im Gästehaus für 4 Leute.

Abends ging es dann in das Hatfield von Durban. Von der Aufmachung genau das gleiche. Die wohl einzig brauchbare Disco in der Stadt und mal wieder absoluter Mainstream, damit auch ja für jeden was dabei ist. Das Bier hat ganze 6 Rand (60 Eurocent) gekostet. Ihr könnt Euch vorstellen, wie der Abend sich daraufhin entwickelt hat! ;-)

Am nächsten Morgen sind wir dann aber doch alle recht früh gegen 10:00 wach gewesen. Die restlichen 5 Leute von uns haben im Backpacker übernachtet. Ganze 100m vom Wasser entfernt. Schwimmen ist hier mal wieder aber nicht ganz ungefährlich. Quallen gibt es zwar gerade keine und die Haie sind ein kalkulierbares Risiko, aber die kleinen fiesen Felsen im Wasser mache das Baden nicht gerade zum Vergnügen. Aber zum Abkühlen hat es auf jeden Fall gereicht.

Am frühen Nachmittag haben wir uns dann auf den Heimweg gemacht und Andi, Carsten und dessen Bruder sind weiter an der Ostküste Richtung Süden. Da die miesen, kleinen, koruppten Polizisten Ihre Hauptaufgabe im Abkassieren verstehen und natürlich auch wissen, dass am Sonntag vielen wieder vom Meer zurück ins Landesinnere fahern, sollte es nicht lange dauern, dass die einen von uns erwischen. Leider sind wir nicht in Kolonne gefahren und mich hatte an diesem Nachmittag eh n bisschen die Ruhe gepackt und ich bin mit Strich 120 per Tempomat die Autobahn entlang geschlichen. Doch Maria hatte es wohl etwas eiliger. Da es hier aber offensichtlich üblich ist, dass der Vogel der die Laserpistole bedient auch der ist, der dich rauswinkt, war das Zeitfenster natürlich etwas knapp, bei erhöhter Geschwindigkeit noch vor dem Kollegen zum Stehen zu kommen. Da Maria die ganze Situation aber etwas unheimlich vorkam und Michael zu ihr nur meinte: "Einfach weiterfahren!", tat sie dieses und passierte den wild fuchtelnden kleinen Mann. Kurze Zeit später passierten wir die Stelle des Geschehens und wunderten uns noch über den Polizeiwagen, der zwar an uns mit Blaulicht vorbei wollte, es aber nicht wirklich eilig zu haben schien. Dieser war nämlich dazu bestimmt, Maria aus dem Verkehr zu ziehen. Wiederum einige Kilometer weiter sahen wir dann nur noch wie der BMW von Maria am Straßenrand steht und dahinter der besagt Polizeiwagen. Zum Anhalten hatten wir es allerdings zu spät gesehen und so blieb uns nur das Geschehen zu verfolgen, indem wir Marias Mitfahrer alle halbe Stunden anriefen, während Sie von den Polizisten bearbeitt wurde. Die wollten ihr tatsächlich Fahrerflucht andrehen. Denen standen sicher die Dollars schon in den Augen. Sie ließen sich aber von 2000 Rand (200 Euro) auf 500 Rand (50 Euro) runterhandeln.

Zuhause angekommen. Wartet schon Christian mit der frohen Botschaft auf uns, dass der Strom schon seit Stunden ausgefallen ist und das Internet ohnehin schon das ganze Wochenende nicht funktioniert. Letzteres sollte dann in den kommenden Tagen auch noch für Zündstoff sorgen. Aber später mehr...

Dienstag, 11. September 2007

Lebenszeichen

Heute vor einem Monat bin ich abgeflogen und ich habe mich hier schon echt gut eingelebt. Die 3-woechige Funkstille hatte unter anderem damit zu tun, dass wir hier ne ganze Menge unternommen haben und meine Mitbewohner echt 'n ganz brauchbarer Haufen sind...quark, die sind der WAAAAHNSINN! Es folgt eine kleine Zusammenfassung der letzten Wochen:

Frank war nun weg und ich musste meinen Job allein bewältigen und ich würde glatt behaupten, dass ich das biser ganz gut hinbekommen habe. Für nächste Woche habe ich das ganze Team zum Grillen eingeladen. Aber genug von der Arbeit geredet! ;-)...

Die letzten drei Wochenenden waren nicht minder anstrengend als das erste. Mehrfach Hatfield, Johannesburg, Durban und Lesotho(Sani Pass) und nochmals Johannesburg haben wir hinter uns gebracht und die folgenden Wochenenden werden sich wie folgt gestalten: Oktoberfest in Pretoria & Golfen, Tauchen, Schwimmen, Schnorcheln, Hiken und Quadfahren in St. Luca und am letzten Septemberwochenende gehts in den Krüger Nationalpark!

Ich habe auf biegen und brechen versucht mich an die letzten Wochenenden zu erinnern, aber kann mich bei bestem Willen an die Einzelheiten nicht mehr wirklich erinnern. Also werde ich mich in nächster Zeit zwingen die Dinge immer sofort niederzuschreiben. Aus Christians Bericht, der fälschlicherweise "Lesotho" heißt, lässt sich erkennen, dass wir hier nicht nur feiern, sondern sehr interessiert sind aus dem Land möglichst viele Eindrücke mitzunehmen. Wenn Ihr irgendwelche fragen habt, schreibt es einfach in das Gästebuch!

Am 2. Wochenende waren wir nach zwei Nächten im Hatfield am Sonntag im Voortrekker Monument, dass sich die weißen Siedler hier zum Gedenken an Ihre gefallenen Kameraden und tapferen Frauen errichteten haben, während die hier jede Menge schwarze abgeschlachtet haben. Wenn mich einer fragt, ist das 'ne ganz schön krasse Demütigung für die Farbigen für sowas noch in Denkmal hinzustellen. Aber das spiegelt ungefähr wieder, wie die weißen Afrikaner hier drauf sind und teilweise noch sind.

Eine Woche später sind wir dann nach nur einer Nacht in der Dropzone am Sonntag im Apartheid Musuem. Apartheid war hier die Zeit in der die Rassentrennung im absoluten Mittelpunkt stand und die Schwarzen und restlichen Farbigen per Gesetz dermaßen eingeschränkt wurden, dass es schließlich Anfang der 70er zu ersten Ausschreitungen und in den 80ern zu bürgerkriegähnlichen Zuständen kam, die mit Hilfe von Nelson Mandela zu einem Regierungswechsel und "Gleichberechtigung" führten. Diese "Gleichberechtigung" gibt es nun seit 1994, doch das ist noch lange nicht in den Köpfen der Menschen drin und wird wohl, wenn überhaupt, erst nach mehreren Generationen der Fall sein. Sämtliche staatliche (z.B. Universitäten) und private Arbeitgeber (z.B. BMW) sind verpflichtet entsprechend der Bevölkerungverteilung auch Schwarze anteilig nuter den Mitarbeitern zu beschäftigen. Das führt allerdings dazu, dass schwarze mit weitaus weniger Qualifikationen einem Weißen vorgezogen werden. Grundsätzlich ist das der richtige Weg, um die ehemals ausgegrenzten an ein Leben in Freiheit und Selbstverantwortung heranzuführen. Doch hat es den vorrübergehenden Beigeschmack, dass viele Weiße verärgert sind, weil Sie keinen Job oder Studienplatz bekommen, da sonst der Anteil der Schwarzen unter den Mitarbeitern oder den Studenten nicht passt. So bleiben an den Unis Vorlesungssääle nahezu gähnend leer, weil sich nicht genügend Schwarze angemeldet haben, um noch mehr von den wartenden Weißen annehmen zu können. Dies hat in den letzten Jahren wieder zur Anspannung der Situation geführt. Und der neue Regierungsanführende nach Nelson Mandela kann die Schwarzen leider nicht so vereint zusammenhalten wie Nelson einst selbst. So lange das Land es schafft die nächsten 20 Jahre ohne größere Unruhen und Wirtschaftskrisen zu überstehen, sehe ich eine Chance, dass Schwarze und Weiße hier irgendwann friedlich zusammenleben können.

Die Fahrradtour in Soveto hat dem ganzen noch das i-Tüpfelchen aufgesetzt, da man da nochmals realisiert hat, wie krass unmenschlich die Schwarzen jahrzehnte lang behandelt wurden. Da schadet es gar nicht, wenn die weißen momentan etwas bluten müssen.

Ich lese momentan das Buch "Long Walk to Freedom" von Nelson Mandela, seine Autobiographie! Sehr zu empfehlen und gibt einen guten Einblick in die jüngste Vergangenheit des Landes.

Wir sind gerade vom Kino zurück. Bisher waren wir jeden Dienstag im Kino für ganze 80 Euro-Cent!!! Das macht Kino Spaß.

Ist schon spät und morgen gehts wieder früh raus um 05:30!

Schlaft gut, Hannes

P.S. Ich hoffe ich kann Euch morgen von unserem Durban-Wochenende berichten. Und Links zu den Bilder gibts dann auch!

Lesotho

Hallo erstmal,
jetzt komm ich endlich auch mal dazu was in diesen Blog zu schreiben.
Dieses Wochenende haben wir einen Ausflug nach Johannesburg unternommen. Aber nicht irgendeinen, nein wir sind mit dem Fahrrad durch ein Township gefahren. Klar jetzt werden die meisten sagen:"Haben die ne Meise". Ja das kann durchaus sein, aber ich muss sagen, ich hab mich wohl gefühlt. Auf jedenfall war es ein einmaliges und sehr prägendes Erlebnis für uns, denn so wie die Schwarzen hier teilweise hausen, dass kann man sich in Europa nicht vorstellen.
Auf jedenfall waren die Menschen dort unglaublich freundlich und haben uns gleich mal zum Biertrinken eingeladen. Gut das Bier ist eine weiße, nicht genau definierbare, selbstgebraute Substanz und die Bar erinnert mehr an einen Wellblechunterstand für Kühe aber es war trotzdem a mords Gaudi.

Also bis Bald

Euer Commissioner

Sonntag, 19. August 2007

The Heroes

Johannes "the ??? (n.a.)" Krüger












Maria "the crashkid" Lohmann












Christian "the cultur commissioner" Tanner










Mathias "the moviemaker" Bauer












Paul "the burger expert" Strützky









Marin Gottwald


Michael Henneken

The Story

Für die, die es noch nicht wissen: Ich bin schon wieder weg! Diesmal SÜDAFRIKA! Praktikum bei BMW in Rosslyn nördlich Johannesburg! Das ganze dauert 5 Monate bis Mitte Januar. Dann bin ich endlich wieder in Deutschland. Das Solo Abenteuer beginnt!

Die erste Woche

Entschuldigt den Aussetzer, aber ich fürchte das wird öfter vorkommen. Am Donnerstag kam mein Vorgänger (Frank) nochmal zur Arbeit und hat mir 2 Tage einen Crash-Kurs gegeben, was er so das letzte halbe Jahr gemacht hat und wie meine Arbeit aussehen wird.

Arbeit

Die Arbeit ist auf jeden Fall der wahnsinn. Ich arbeite in der Strukturplanung in der Montage. Die sind quasi für alles zuständig, wenn sich an den Arbeitsplätzen in der Fahrzeug- und Motor-Montage auch nur das geringste ändern soll. Frank z.B. hat neben vielen beeindruckenden anderen Dingen eine mobile Communication Area entworfen, die jetzt in der Montage steht, wo sich die Manager und Meister zum Kruzen meeting direkt am laufenden Band treffen können. Das ganze ist so gut angekommen, dass ich wohl demnächst noch die Fertigung einer weiteren in Auftrag geben kann.

Bilder

Ich hoffe ich kann in den nächsten Tage auf der Arbeit mal ein paar Bilder hochladen. Da bin ich letzter Zeit ohnehin etwas nachlässig gewesen. Ich werde mich bessern. Nur leider ist meine Kamera immernoch nicht angekommen. Dafür aber das Paket mit den zwei elektronischen Wörterbüchern, das meine Mutter im März nach Australien geschickt hatte. Mein Laptop lässt aber noch auf sich warten. Vielen Dank und Gruß nochmal an Arne, dass ich hier gerade seinen Rechner mit nach Südafrika nehmen konnte. Sonst wäre der Blog so gar nicht möglich. Danke!

Haus

Unsere Bude ist ebenfalls der "Wahnsinn"! Und das stimmt in jeder Hinsicht. Wir werden wohl ab nächster Woche nur noch 7 Studenten sein, die hier wohnen, da die Hausbesitzerin mit ihrem Freund nach Mosambique zieht. Dann wird ihre Tochter, die so alt ist wie wir, den Laden schmeißen. Ich hoffe das klappt. Das erste was wir machen müssen ist, das Internet-Limit von 1GB auf am besten unbegrenzt zu erweitern. Anderen falls dreh ich durch. Das ist der Grund warum ich noch keine Bilder online hab. Grundsätzlich wohnen wir momentan alle im ersten Stock. Haben jeder ein kleines Zimmer von ca. 12qm und die Mutter wohnt im Erdgeschoss. Wohnzimmer, Küche und Billardraum werden gemeinsam genutzt. Ich wiederhole: BILLARD!!! Die guten alten Zivi-Zeiten blühen wieder auf! Allerdings konnte ich gestern beim Kickern nicht zu alter Form zurückfinden! ;-(

Freizeit

Das Land bietet unendliche Möglichkeiten. Zum Glück sind wir weit im Norden, so dass wir viele Sachen, wie z.B. den "Krüger Nationalpark", bequem am Wochenende machen können. Ich habe am Montag gleich mal wieder einen Vertrag im Fitness-Studio unterschrieben für die nächsten 5 Monate. Der Sommer kann kommen! Feiern kann man hier wohl auch ganz gut! Am Donnerstag war die Abschiedsfeier von Frank und Bene (ein weiterer BMW-Praktikant). Die Feier war dann doch härter als gedacht und wir sind sogar noch ins "Hatfield"! Der Club, um den sich in den kommenden 5 Monaten alles drehen wird! ;-)

Genau wie von Bene schon vorgeschlagen, sind wir gestern (Samstag) mit Carsten
losgezogen. Wollten uns mit Frank in der Fashion TV Lounge treffen und dann
ins...guess what...Hatfield! ;-) In der FTV Lounge war dann allerdings Playboy Party. Und da konnten wir natürlich nicht nein sagen. Die Türsteherin hat für
uns sogar noch 'nen halben Eintrittspreis rausgehandelt, weil wir wegen 60 Rand (6 Euro)
Eintritt die Augen verdreht haben. Aber so Playboys wie uns sollte man sich
natürlich auch für jede Party sichern. Die Frau hat offensichtlich ihren Job
verstanden! ;-) Frank ist leider nicht mehr aufgetaucht. Wir sind gut in Partylaune sehr viel später weiter ins...HATFIELD! Da schwinden meine Erinnerungen allerdings etwas. ;-) Wir hatten auf jeden Fall ne Menge Spaß!

Heute hat uns dann unser persönlicher Stadtführer Carsten abgeholt und uns die
Highlights von Pretoria gezeigt. War echt cool. Union House, Performance
Center, das künftige WM-Stadion für 2010 und Voortrekker Monument. Und zum Abschluss natürlich zum Chinesen am Dreh- und Angelpunkt von Pretoria: HATFIELD SQUARE!!! ;-)

Ich raff erst jetzt so langsam, was Du und die andern uns dauernd sagen:
Wir werden ne geile Zeit haben. Südafrika war die perfekte Wahl gegenüber USA! Wunderschönes Land, unglaublich viel zu sehen, super nette Menschen, manchmal etwas gefährlich (aber die Regeln einhaltend, dürfte da alles glatt gehen!), billig (alles kostet hier nen drittel im Vergleich zu Deutschland.), perfektes Wetter (vielleicht 5 Regentage im Jahr und immer strahlender Sonnenschein!), coole Kollegen und herausfordernde, spannende Arbeit.

Nächstes Wochenende werden wir vermutlich nach Johannesburg und uns unter
anderem das Apartheit Museum anschauen. Maria kontaktiert grad einen Bekannten
da unten, der uns vielleicht die Stadt zeigt!

Jetzt werd ich erst mal wieder mit den andern Kochen. Ich werde versuchen "die Kultur des gemeinsamen Essens" der Sebastianstraße (Ingolstadt) und Melbourns hier weiterzuleben.

Lasst von Euch hören, lesen, sehen! Mein Gästebuch wird heute eingerichtet hier auf der Seite! Meine ICQ-Nummer ist nach wie vor 235988035 und bei Skype findet Ihr mich unter "minorit83"!

Gruß aus Südafrika
Hannes

Mittwoch, 15. August 2007

Ankunft

Für die, die es noch nicht wissen: Ich bin schon wieder weg! Diesmal SÜDAFRIKA! Praktikum bei BMW in Rosslyn nördlich Johannesburg! Das ganze dauert 5 Monate bis Mitte Januar. Dann bin ich endlich wieder in Deutschland. Das Solo Abenteuer beginnt!

Anreise

Der Flug ging von Berlin über London nach Johannesburg mit British Airways. Beim Umsteigen in London ist es leider zu 3 Stunden Verspätung gekommen, da zuerst das Flugzeug kaputt war und British mal eben so in einer Stunden eine zweite 747 aus dem Hütchen zaubern musste und als wir dann letztendlich schon auf der Rollbahn standen, ließ der Kapitän verkünden, dass wir wieder umdrehen müssten wegen medizinischer Probleme eines Passagiers. Eine ältere afrikanischer Dame hatte einen Diabetis-Anfall. Die aber wiederum auch nur eine ausgefallene afrikanische Sprache sprach, wie auch ihre beiden Enkel, die dabei waren und daher kam alsbald die durchsage, ob jemand diese Sprache spricht. Insgesamt 2,5 Stunden nach Abflugszeit sind wir dann endlich gestartet. Aufgrund der außerplanmäßigen Ankunftszeit, kam es in Johannesburg natürlich auch zu Verzögerungen bei der Abfertigung an der Passkontrolle, da für Passagiere einer 747 eben auch nicht mal ebenso die 20 Beamten aus dem Boden sprießen. Zum Glück hatte ich der Kollegin, die mich am Flughafen abgeholt hat, noch bescheid geben können und sie wartete daher „eine“ Stunde länger als gedacht.

Die Fahrt nach Pretoria und meiner Bleibe für die nächsten 5 Monate gestaltete sich problemlos und ich fand heraus, dass ich mit der kurzfristigen Umverlegung zum Haus von „Krista“ enorm Glück gehabt habe, da dies die einzige Unterkunft mit Internet ist. Allerdings haben wir hier ein Limit von monatlich 1 GB und daher muss ich mich arg zusammenreißen. Es werden noch einem kleinen Umbau am Wochenende noch zwei weitere Studenten kommen. Dann sind wir 6 Kerle und 2 Mädels und die Vermieterin. Der einzige der an diesem Sonntag Mittag noch im Haus war (Benedikt), hatte allerdings am Vorabend seinen Abschied gefeiert und daher öffnete sich die Tür erst nachdem wir nach dem ersten Versuch vom Einkaufen zurück kamen und dann erneut 20 min klingelten. Kurz darauf kam ein weiterer Kollege (Stephan), der mich prompt an den „Damm“ brachte, wo auch die beiden Mädels aus unserem Haus und weitere südafrikanische Freunde sich mit Boot und Jetski vergnügten. Nach einem sehr leckeren Abendessen bei der Oma der Tochter der Vermieterin, die eine der beiden Mädels ist, ging es dann endlich nach Hause. Hier warteten schon die restlichen Mitbewohner auf uns, die das lange Wochenende ( Donnerstag war „Women’s Day“ und Freitag Brückentag) für eine Rundfahrt genutzt hatten. Nach einem Bier und den ersten Bildern musste ich mich allerdings geschlagen geben und bin wie ein Stein ins Bett gefallen.