Vor zwei Wochen waren wir, wie schon kurz berichtet, in Durban und in Lesotho auf dem Sani Pass. Am Freitag Nachmittag ging es los. Zwei Autos mit Andi, Carsten und dessen Bruder und Maria mit Matze und Michael schon gegen Mittag und ich bin dann mit Paul und Martin gegen drei gestartet. Wir hatte auch ganz gut aufgeholt und uns schließlich entschlossen eine "Abkürzung zu nehmen, die sich aber schliesslich als entlose Schotterpiste entpuppte. Konsequenz: umdrehen und sich das verdiente Gelächter abholen. Übernachtet wurde in der Sani Backpacker Lodge auf ca.1500m Höhe.
Am nächsten Morgen ging es dann auf eine geführte Tour zum Sani Pass auf ca. 3000m. Wenn ich nicht meinen Pass vergessen hätte, könnte ich Euch davon jetzt auch mehr berichten. Aber mir blieb dann leider nur ein 6-stündiger Hike und was die anderen anschließend berichteten. Der Hike war allerdings nicht von schlechten Eltern. Völlig allein 3 Stunden vor und hinter dir, umzingelt von wild gewordenen Chacma Baboon.
Am späten Nachmittag ging es dann weiter nach Durban. Diesmal alle drei BMWs vereint.
Auf dem Weg nach Durban wurde ich dann dummerweise noch geblitzt, obwohl die Kollegen mich eigentlich mehrfach vorgewarnt hatten. Aber das sollte auch nicht der letzt ungewollte Kontakt mit der staatlichen Exekutive an diesem Wochenende gewesen sein! Auf dem Weg nach Durban organisierte Maria uns dann noch spontan eine Unterkunft, was sich als absoluter Glücksgriff herausstellte. Ihr ehemaliger Mitbewohner aus München lebt schon seid Kindesbeinen an mit seiner Family hier in Südafrika. Als wir schließlich durch die doch deutlich gehobene Wohnsiedlung fahren, staunen wir nicht schlecht, als wir vor einem Haus stehen, dass sich in Deutschland mit Sicherheit nicht jeder leisten kann. Vorher sind wir noch irrtümlicherweise an genau dem Haus vorbeigefahren und machten schon Scherze: "Guck mal das Haus da! Wahrscheinlich wohnt der HIER, oder was? Hahaha...Das wär ja zu krass!" Mit Blick vom Balkon direkt aufs Meer. Einfach nur Wahnsinn! Und im Hinterhof war dann mal eben Platz im Gästehaus für 4 Leute.
Abends ging es dann in das Hatfield von Durban. Von der Aufmachung genau das gleiche. Die wohl einzig brauchbare Disco in der Stadt und mal wieder absoluter Mainstream, damit auch ja für jeden was dabei ist. Das Bier hat ganze 6 Rand (60 Eurocent) gekostet. Ihr könnt Euch vorstellen, wie der Abend sich daraufhin entwickelt hat! ;-)
Am nächsten Morgen sind wir dann aber doch alle recht früh gegen 10:00 wach gewesen. Die restlichen 5 Leute von uns haben im Backpacker übernachtet. Ganze 100m vom Wasser entfernt. Schwimmen ist hier mal wieder aber nicht ganz ungefährlich. Quallen gibt es zwar gerade keine und die Haie sind ein kalkulierbares Risiko, aber die kleinen fiesen Felsen im Wasser mache das Baden nicht gerade zum Vergnügen. Aber zum Abkühlen hat es auf jeden Fall gereicht.
Am frühen Nachmittag haben wir uns dann auf den Heimweg gemacht und Andi, Carsten und dessen Bruder sind weiter an der Ostküste Richtung Süden. Da die miesen, kleinen, koruppten Polizisten Ihre Hauptaufgabe im Abkassieren verstehen und natürlich auch wissen, dass am Sonntag vielen wieder vom Meer zurück ins Landesinnere fahern, sollte es nicht lange dauern, dass die einen von uns erwischen. Leider sind wir nicht in Kolonne gefahren und mich hatte an diesem Nachmittag eh n bisschen die Ruhe gepackt und ich bin mit Strich 120 per Tempomat die Autobahn entlang geschlichen. Doch Maria hatte es wohl etwas eiliger. Da es hier aber offensichtlich üblich ist, dass der Vogel der die Laserpistole bedient auch der ist, der dich rauswinkt, war das Zeitfenster natürlich etwas knapp, bei erhöhter Geschwindigkeit noch vor dem Kollegen zum Stehen zu kommen. Da Maria die ganze Situation aber etwas unheimlich vorkam und Michael zu ihr nur meinte: "Einfach weiterfahren!", tat sie dieses und passierte den wild fuchtelnden kleinen Mann. Kurze Zeit später passierten wir die Stelle des Geschehens und wunderten uns noch über den Polizeiwagen, der zwar an uns mit Blaulicht vorbei wollte, es aber nicht wirklich eilig zu haben schien. Dieser war nämlich dazu bestimmt, Maria aus dem Verkehr zu ziehen. Wiederum einige Kilometer weiter sahen wir dann nur noch wie der BMW von Maria am Straßenrand steht und dahinter der besagt Polizeiwagen. Zum Anhalten hatten wir es allerdings zu spät gesehen und so blieb uns nur das Geschehen zu verfolgen, indem wir Marias Mitfahrer alle halbe Stunden anriefen, während Sie von den Polizisten bearbeitt wurde. Die wollten ihr tatsächlich Fahrerflucht andrehen. Denen standen sicher die Dollars schon in den Augen. Sie ließen sich aber von 2000 Rand (200 Euro) auf 500 Rand (50 Euro) runterhandeln.
Zuhause angekommen. Wartet schon Christian mit der frohen Botschaft auf uns, dass der Strom schon seit Stunden ausgefallen ist und das Internet ohnehin schon das ganze Wochenende nicht funktioniert. Letzteres sollte dann in den kommenden Tagen auch noch für Zündstoff sorgen. Aber später mehr...





